Manifest

„Wir”, das sind viele. Und “Action”, das braucht es jetzt.
Scheinbar gibt es in Österreich einen Konsens darüber, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen selbstverständlich ist. Tatsächlich ist dieses Ziel noch nicht erreicht, sondern muss stetig und ständig gefordert, mitgedacht und gelebt werden. Die alltäglichen Erfahrungen, die viele Frauen* - und Personen, die nicht den klassischen Geschlechterbildern entsprechen (Inter- und Trans*Personen, Queers) - machen, verdeutlichen das.

Ein Women*s Action Forum auszurufen, ist „retro”.
Retro, weil es diese Form des Sich-Organisierens seit den 1970er Jahren gibt. Retro, weil sich die Themen seit damals leider nur wenig geändert haben. Und es ist zugleich topaktuell. Weil auch die Formen des Sexismus leider, wieder, in neuer Stärke auftauchen. In Graz gibt es viele aktive, vibrierende, feministisch agierende Personen, Szenen und Kollektive. Im Jahr 2018 möchten wir unsere Energien bündeln, gemeinsam auftreten und einen öffentlichen Diskurs führen. Wir wollen uns stärken und unterstützen - ohne Feminismus lässt sich die Welt nicht retten!

Was wir wollen
Wir laden Praktiker_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus Grazer Institutionen, Initiativen und Einrichtungen ein, die bei Sexismus, Rassismus und Homophobie nicht wegschauen und die Geschlechterstereotype nicht unhinterfragt hinnehmen wollen.
Wir möchten gemeinsam aufzeigen, diskutieren und uns für ein gelingendes Miteinander einsetzen. Wir möchten Wege finden, Veränderungspotenzial in der Gesellschaft, so wie sie ist, zu erkennen und dieses Potenzial auch aktiv nutzen.

Das Women*s Action Forum
möchte zum gemeinsam kreativen und lustvollen Engagement aufrufen und dabei verbinden:
• feministische Praxis, wissenschaftliche Auseinandersetzung und Kunst und Kultur
• unterschiedliche Erfahrungen zu Alltagssexismus, -rassismus, und -homophobie, die verschiedene Personen machen
• unterschiedliche Formen gesellschaftlichen Engagements.

Wer wir sind
Die Initiative ging vom Steirischen Netzwerk gegen sexualisierte Gewalt aus. Im Moment sind wir Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen aus Grazer Institutionen und Fraueneinrichtungen, die auf „Sexismus im Alltag“ aufmerksam machen wollen. Wir sind eine überparteiliche, überkonfessionelle, unabhängige Plattform.

We are no longer accepting the things we can not change -
WE ARE CHANGING THE THINGS WE CAN NOT ACCEPT!

Nayari Castillo | Christine Hirtl | Gabi Krautgartner | Margarethe Makovec | Maryam Mohammadi | Ulla Sladek | Veronika Spannring | Eva Taxacher | Edith Zitz